Microsoft Video Plattform, gibt es so etwas nicht schon in Office 365?

Bei der Beschreibung „Firmeninterne Video Plattform“ von Office 365 werden einige Leser wohl zunächst an die Anwendung „Office Video 365“ denken. Und tatsächlich bedienen beide Anwendungen einen ähnlichen Bereich.

Wichtigster Unterschied zwischen Beiden stellt allerdings die Verfügbarkeit dar. So ist Stream besonders an die Nutzer gerichtet, die auch ohne ein Office 365-Abonnement innerhalb eines Unternehmens Videos teilen wollen. Für Stream kann ein Abonnement abgeschlossen werden, dass preiswerter als eine „großes“ Office 365-Paket ist. Außerdem steht Stream natürlich auch den Nutzern von Office 365 zur Verfügung. Diese haben dann die Qual der Wahl zwischen Office Video und Stream.

Die Ähnlichkeit der Anwendungen ist natürlich kein Zufall. Microsoft kündigte an, dass Office Video durch Stream ersetzt werden wird. Der Zeitraum hierzu wurde ursprünglich mit Ende 2017 angegeben, aber wie das mit Terminen so ist, hat Microsoft dies noch nicht umgesetzt. Zur Zeit stehen beide Dienste zur Verfügung.

Wie funktioniert Microsoft Stream?

Mit Stream bietet Microsoft die Möglichkeit Videos Betriebsintern seinen Kollegen zur Verfügung zu stellen. Anders als Googles allseits bekannte Video Plattform YouTube werden die Videos nicht global allen Nutzern zur Verfügung gestellt, sondern verlassen das Firmennetzwerk nicht.

Nach dem ersten Anmeldung fällt auf, dass der Bedienumfang von Stream sehr einfach gehalten ist. So findet sich auf der Startseite nicht viel mehr als eine Übersicht der beliebten Videos im Unternehmen und der direkte Link zum hochladen eines neuen Videos.

Im Menü in der Navigationsleiste finden sich übersichtlich die Punkte „Durchsuchen“, „Meine Inhalte“ und „Erstellen“. Beim Durchsuchen können hier Videos, Kanäle, Personen oder Gruppen erstellt werden. Interessant ist dabei die Anbindung an Gruppen aus dem restlichen Office 365 Paket (sofern eines vorhanden ist). Wenn dort bereits, z.B. in Outlook, Gruppen erstellt wurde finden sich diese auch hier wieder.

Unter „Meine Inhalte“ stehen Übersichten zu hochgeladenen Videos, erstellten Kanälen, beigetretenen Gruppen, Kanälen denen man folgt und eine Watchlist, der Videos hinzugefügt werden können, die man sich für später vormerken möchte, zur Verfügung. „Erstellen“ leitet den Nutzer schließlich zum Erstellen von neuen Kanälen, Gruppen und natürlich auch zum Hochladen von Videos.

Zum Hochladen können Dateien vom PC aus ausgewählt werden, oder per Drag and Drop auf eine Gruppe gelegt werden, zu welcher das Video zugeordnet werden soll. Während das Video hochgeladen wird, können die Metadaten wie Name, Beschreibung, Sprache sowie das Vorschaubild angegeben werden. Bei der Beschreibung können Hashtags und Timestamps verwendet werden, die später von den Nutzern angeklickt werden können.

Im nächsten Schritt können Berechtigungen für das Video festgelegt werden. Dabei kann das Video für bestimmt Gruppen oder Personen im Unternehmen freigegeben werden und diesen, neben der Berechtigung das Video zu sehen, auch die Rolle als Besitzer des Videos übertragen werden. Für die Upload stehen dabei die Formate 3GPP, 3GPP2, ASF, AVCHD, AVI, MPEG-2, TS, VOB, XESC, MP4, MPEG-1, ISMV und WMV zur Verfügung.

Eine Option zum Live-Streaming gibt es zur Zeit leider noch nicht, diese soll aber laut Microsoft später hinzukommen, wobei auch Office Video ja mittlerweile schon in Stream übergegangen sein sollte. Es bleibt also fraglich wie lange es noch dauert, bis eine solche Funktion hinzugefügt wird.