twitter-292994_960_720Wenn Enterprise 2.0 ein Thema ist, dass Sie beschäftigt, dann haben Sie sich vielleicht, zumindest spaßeshalber, schon einmal diese Frage gestellt. Ich denke, uns allen ist klar, dass man hier nicht per Tastendruck ein Update zieht und danach der digitalen Transformation ein Stück nähergekommen ist, weil man jetzt seine Firma auf die Version 2.0 upgedatet hat.

Die Weiterentwicklung hin zu Enterprise 2.0 beginnt stattdessen vielmehr mit dem Entwickeln von Verständnis dessen, was dahintersteckt, bzw. dessen was die Basis davon bildet. Wer Enterprise 2.0 verstehen und im weiteren Verlauf für sich adaptieren will, der sollte sich zunächst einmal mit der Thematik Web 2.0 beschäftigen und begreifen, welcher Wandel des Webs damit umschrieben wird. Es geht hierbei nämlich, umfassend, um alle Entwicklungen, die dazu beigetragen haben, aus dem rein konsumierenden Nutzer des Internets einen proaktiven Teilnehmer und Mitgestalter zu machen. Hier spielen Technologien, Webanwendungen aber vor allem auch das Nutzerverhalten selbst eine wichtige Rolle. Prinzipiell kann heute jeder im Internet Netzwerker, Blogger, Artikelschreiber, Diskussionsführer, Experte, Kritiker, Fotomodell, Künstler oder Filmstar sein. Die unterschiedlichsten Plattformen und der reine Wille der Nutzer diese auch zu nutzen, setzen ein unglaubliches Maß an Kreativität, aber auch ein bis dato ungekanntes Volumen an uneingeschränkt verfügbaren Informationen und Expertenwissen frei.

Die Verfügbarkeit riesiger Potentiale und das alles auch noch auf freiwilliger und eigeninitiativer Basis. Im unternehmerischen Kontext eine Vorstellung, die eigentlich zu schön um wahr zu sein erscheint. Prinzipiell versucht man im Rahmen von Enterprise 2.0 tatsächlich aber genau das. Hierfür muss aber der Gesamtkontext stimmen. Zum einen braucht Kreativität und Eigeninitiative einen gewissen Freiraum. Dies muss durch die Organisation und die Kultur im Unternehmen gewährleistet sein. Zum anderen muss sich der Nutzer in den Applikationen, die ihm zur Verfügung gestellt werden, wiederfinden. Das heißt, idealerweise kennt er diese grundsätzlich aus dem privaten Bereich und hat die ein oder andere dort auch schon in irgendeiner Weise genutzt.

Man fasst solche Anwendungen allgemein als Social Software zusammen und meint damit bspw. Wikis, Blogs, Chats, soziale Netzwerke, Instant Messanger, Tags und RSS. Sind diese für die geschäftliche Nutzung ausgelegt spricht man häufig von Corporate Social Software oder auch von Enterprise Collaboration Systems. Collaboration ist dabei ein sehr passendes Stichwort, denn in erster Linie sollen diese Features die Kommunikation, Koordination und Kooperation der Beteiligten unterstützen, wobei die Tools gleichzeitig die Art der Nutzung im Detail weitgehend offenlassen. So kann bspw. ein Blog dem Informationsaustausch dienen, ebenso aber auch als eine Art Wissensdatenbank genutzt werden oder auch als Plattform zur Bewertung, Rezension und Weiterentwicklung von Beiträgen. Über die Art und Weise der Nutzung entscheidet letztlich der Anwender.

Ein möglicher Vorteil dessen ist, die Möglichkeit, vor allem implizites Wissen einer Organisation, effektiv zu erschließen und, losgelöst vom Träger, allgemein verfügbar zu machen. Die offenen Strukturen von Enterprise 2.0 fördern die Bereitschaft der Beteiligten ihr Fachwissen zu teilen, Corporate Social Software Features tragen dazu bei, dass dieses dann zentral und, im definierten Rahmen, für alle verfügbar ist. Ein immenser Fortschritt gegenüber den geschlossenen „Wissenssilos“ die man heute noch in nahezu allen Firmen findet.

Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihre Organisation den Mitarbeitern grundsätzlich die Freiräume gewährt, um kreativ und eigeninitiativ zu sein, dann stellen Sie Ihnen doch auch die passenden Features zur Verfügung. Microsoft SharePoint bietet bspw. von Haus aus zahlreiche Social Software Anwendungen, wie Blogs, Profile für Expertennetzwerke, Wikis, gemeinsame Dateiablage, gemeinsame Dokumentbearbeitung u.v.m. Beginnen Sie noch heute damit, Ihre „Wissenssilos“ zu öffnen, um Fachkenntnisse allgemeiner nutzbar zu machen und verbessern Sie sich gleichzeitig im Bereich der Kommunikation, Koordination und Kooperation.